Dr. med. Richard Musil, neuer Ärztlicher Direktor und Dr. med. univ. Bettina Eberl, beide Chefärzte der Klinik, integrieren –neben den bereits etablierten Therapiemethoden – Behandlungen nach dem Prinzip des Embodiments (Hauke) und der Emotionalen Aktivierungstherapie (EAT; Hauke) und den schematherapeutischen Interventionen (Young), die Spezielle Schmerzpsychotherapie und die Akzeptanz- und Commitment-Therapie (ACT; Hayes) in das bestehende Angebot. Darüber hinaus wird auch Akupunktur angeboten.
Das Zusammenspiel von Physis und Geist als Baustein des individuellen Genesungsprozesses
Bei der Embodiment-Methode steht das ganze Körpererleben im Fokus der Psychotherapie. Es wird, anders als in den klassischen Verhaltenstherapiesitzungen, nicht im gegenübersitzenden Dialog, sondern in einem „Emotionalen Feld“ (EAT) gearbeitet. Das bedeutet, dass der Patient in therapeutischer Begleitung zwischen verschiedenen „Erlebnisqualitäten“ wechseln kann, also entweder Betroffener, Beobachter oder Experte ist. Auf diesem Weg kann das Zusammenspiel zwischen „Gedanken – Gefühlen – Körperreaktionen“ verstanden werden und es kann „regulierend“ eingegriffen werden.
Auch durch die Akupunktur kann unmittelbar über den Körper auf das emotionale und psychische Erleben Einfluss genommen werden. „Neben bereits etablierten Verfahren wie der Ohrakupunktur nach dem NADA-Protokoll (National Acupuncture Detoxification Association) wird auch die Akupunktur-basierte Exposition angeboten. Dabei handelt es sich um ein neues Verfahren, über welches die Belastung durch vergangene Ereignisse sehr gut aufgelöst werden kann“, führt Dr. Richard Musil aus.
Spezielle Schmerzpsychotherapie bei chronischen Schmerzen
„Die Spezielle Schmerzpsychotherapie richtet sich an Menschen, die dauerhaft oder wiederkehrend mit Schmerzen zu kämpfen haben, unabhängig davon, ob eine organische Ursache hierfür gefunden wurde oder nicht bzw. die Beschwerden trotz Beseitigung der Ursache fortbestehen. Sie alle können von dem ganzheitlichen Ansatz der Speziellen Schmerzpsychotherapie profitieren“, erklärt Dr. Bettina Eberl. Betroffene lernen im Rahmen der Therapie u.a. schmerzbegünstigende Denk- und Verhaltensmuster zu erkennen, diese schließlich durch schmerzreduzierende zu ersetzen und ihre Erkrankung zu akzeptieren sowie ein individuelles Konzept mit der eigenen Erkrankung zu erarbeiten (Akzeptanz- und Commitment-Therapie). Das stärkt das Gefühl der Selbstwirksamkeit und kann sich positiv auf den ganzen Organismus auswirken.
Ausgewählte Posttraumatische Belastungen (PTBS)
Der Fokus der Privatklinik liegt auf der Behandlung von Menschen mit Depression, Schmerzstörungen, Angststörungen, Zwangsstörungen sowie nichtorganischen Schlafstörungen. Außerdem richtet sich das Therapieangebot an verbeamtete Patienten mit berufsbezogenen psychischen Erkrankungen sowie an Personen, die unter einer Traumafolgestörung leiden, zum Beispiel aufgrund von Mobbingerfahrung, Verlusterlebnissen oder emotional-toxischen Partnerschaften. In einem multimodalen Setting begleiten und unterstützen Experten aus verschiedenen Berufsgruppen die Betroffenen in hochfrequenten Einzeltherapien (3x pro Woche).
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